Dieses Fenster hat bereits im ersten Jahr nach Neulackierung diesen Zustand erreicht. Was genau waren die Fehler?
Wie sich nach abarbeiten dieses Fragekatalogs herausstellte war hier der falsche Lack eingesetzt worden.
Hier wurde von einem "Verkäufer in einem Lackgeschäft" ein sehr guter Lack empfohlen, der allerdings zum Streichen von Fenstern im Innenbereich vorgesehen war und deshalb nicht über die nötigen Diffusionsfähigkeit (Wasserdampfdurchlässigkeit) verfügte.
Der bei Bewitterung austretende Wasserdampf hatte sich Luft und Raum verschafft und den Lack von der Holzoberfläche abgedrückt.
So sollte das Fenster eigentlich aussehen. Was ist genau zu tun und welche Schritte sind vorzunehmen um diesen Zustand mit einer schönen Lackierung zu erreichen?
Der Lack auf dem Fenster ist restlos zu entfernen [ Mehr zu den Möglichkeiten der Lackentfernung ].
Anschließend mit Sikkens Cetol Aktiva oder Brillux Impredur Holzimprägniergrund 550 2 x imprägnieren.
Nach jedem Anstrich sind die Haare am Holz, die sich bei der Lackierung aufstellen mit einen feinen Schleifpapier leicht abzuschleifen. [ Hintergrund: Haare beim Anstrich von Holz entfernen ].
Der Holzschutz gegen Bläue und Pilze ist nur bei Nadelholz erforderlich.
Mit Ponal dou Spachtel (Holzersatzmasse) sind die Löcher die beim Entfernen des Pilzes entstanden sind aufspachteln. Danach sind die Übergänge zwischen Holz und Spachtelmasse beizuschleifen.
Anschließend mit Brillux Impredur Grund 835, Sikkens Cetol HLS RM Spezial-Alkydharz, Dünnschichtlasur grundieren
2 x mit Brillux Impredur Ventilack 822, Sikkens Cetol BL Varnish Satin oder vebtura express lackieren.