Fehler beim Lackaufbau und beim Lackieren


Fehler: Falscher Lackaufbau

Fragen zu Fenster und Lack

  • Wurde ein wasserdampfdurchlässiger Lack verwendet?
  • War das Holz evtl. zu feucht? Holz darf bei der Lackierung nicht zu feucht sein (12-15 % Holzfeuchte maximal). Dies könnte eine Ursache gewesen sein, denn bei altem, abgeblättertem Lack bilden sich Feuchtenester die zu einer Durchfeuchtung des Holzes führen. Wasserdampfbildung in Verbindung mit dem Quellen und Schwinden der Holzzellen sorgt dann für das Abspalten der Lackoberfläche. Wichtig: Die Schräge von mindestens 15 Grad, damit Schlagregen ablaufen kann.
  • Stehendes Wasser auf den Fenstersprossen. Wichtig: Die Schräge von mindestens 15 Grad, damit Schlagregen ablaufen kann.
  • Sind die Kanten der Fenster oder Sprossen richtig gerundet. Der Radius muss mindestens 2 mm
  • betragen, damit sich ein geschlossener Lackfilm bilden kann
  • Gibt es Wassernester an den Sprossen an denen sich wasser dauerhaft festsetzen kann?
  • Wie ist die Sonneneinstrahlung und gibt es Unterschiede an den Fenstern je nach Sonneneinstrahlung? Durch Sonneneinstrahlung kann sich die Holzoberfläche bis zu 90 Grad erwärmen. Dies kann bei feuchtem Holz zu Wasserdampfbildung führen. Selbst der beste Lack hält dies nicht aus
  • Gibt es Rissbildung in dem Holz?
  • Wie ist das Holz befestigt und wie ist die Verbindung Fenster zu Sprosse
  • Es gibt Dichtmittel, die Lösungsmittel an die Lacke abgeben (Weichmacherwanderung). Auch dies kann zu Schädigung des Lackes führen

Der falsche Lack für diese Anwendung

Wie sich nach abarbeiten dieses Fragekatalogs herausstellte war hier der falsche Lack eingesetzt worden. Hier wurde von einem "Fachmann" ein Lack empfohlen, der zum Streichen von Fenstern im Innenbereich vorgesehen war und deshalb nicht über die nötigen Diffusionsfähigkeit (Wasserdampfdurchlässigkeit) verfügte. Der austretende Wasserdampf hatte de Lack von der Oberfläche abgedrückt.