farbe und technik

Aufbau von Anstrichen und Ihre Anforderungen im Holzschutz

Inhalt von Lacken und Lasuren

Lack und Lasur besitzen im wesentlichen drei Hauptbestandteile:

Lösungsmittel

Das Lösungsmittel ist für die "Flüssigkeit", und für die Verteilung von Bindemittel, Pigmenten und sonstigen Inhaltsstoffen verantwortlich.

Filmbildner

Das Bindemittel bewirkt, dass sich nach dem Verdunsten oder Eintrocknen des Lösungsmittel ein Film bildet, in dem die Pigmente und weiteren Inhaltsstoffe (UV-Filter, Stabilisatoren usw.) gleichmäßig gebunden sind.

Farbgebung

Die Pigmente sorgen für die Farbgebung und den UV-Schutz.

Unterschiedliche Lackarten

Es gibt zwei grundsätzliche Richtungen der Lacktechnik.

Beide Lackarten oder Lacksysteme haben ganz spezifische Vor-bzw. Nachteile.

Deshalb ist es wichtig eine Übersicht über die einzelnen Komponenten zu bieten.

Alkydharz-Lacke

Alydharzlacke enthalten als Filmbildner Alkydharz. Dabei sind zwei Verfahren der Aushärtung bzw. Filmbildung zu unterscheiden:

Diese Lacke enthalten Lösungsmittel als Verdünnung. Diese wiederum reizen vor allem in der Trocknungsphase die Atemwege und können bei unsachgemäßem Umgang auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Farben auf Acryl-Basis

[ Mehr zu wasserverdünnbare / Lösungsmittelverdünnbare Lacke und Lasuren und den spezifischen Vor- und Nachteilen ]

Aromafreie Lacke

Um die Nachteile der Acrylfarben und der Alkydharzlacke auszugrleichen hat Brillux konsequent den Bereich der aromafreien Lacke entwickelt.

Aromafreie Lacke sind Lacke auf Alkydharzbasis bei denen die typischen Nachteile, die durch Lösungsmittel verursacht werden, reduziert wurden.

[ Mehr zu aromafreien Lacken ].

Unterschied Farbe und Lasur

Farben oder Lasuren sind sowohl auf Alkydharzbasis als auch auf Aclylharzbasis vorhanden.

Die wesentlichen Unterschiede liegen in der deckenden bzw. lassierenden Oberflächenbehandlung. [ Lesen Sie hier mehr zum Unterschied von Lacken und Lasuren ].

Standard-Lackaufbau für Holzoberfächen

Beispiel zum Lackaufbau / Lasuraufbau

Der Lackaufbau für eine Lasierte HolzoberfächeDieses Beispiel zeigt den Oberflächenaufbau mit der Flächenlasur 620 von Brillux für nicht maßhaltige Holzbauteile im Außenbereich. [ Mehr zu der Klassifizierung von Holzbauteilen im Außenbereich ]

In diesem Beispiel werden eingesetzt für:

  1. Für Imprägnierung - Holzimprägniergrund 550 oder Flächenlasur 620.
  2. Für Grundierung oder Grundanstrich - Flächenlasur 620.
  3. Für Zwischenanstrich - Flächenlasur 620.
  4. Und für den Endanstrich - ebenfalls die Flächenlasur 620.

Diese Fokusierung auf möglichst eine Lasurart hat den Vorteil, dass wenig verschieden Lacke oder Lasuren benötigt werden und dadurch die Kosten reduziert und die Ausnutzung der einzelnen gebinde verbessert wird.

Wann wird welche Grundierung benötigt?

[ Welche Lasur Sie bei welchen Anforderungen einsetzen sollten finden Sie hier ].

Aufgaben der Bestandteile im Lackaufbau

Imprägnierung

Imprägnierung wird bei Nadel- und Laubholz zum Schutz gegen Pilze, Insekten oder in Spezialfällen zum Brandschutz eingesetzt.

Imprägnierung dringt besonders tief in das Holz ein.

Grundierung

Grundierung oder Grundbeschichtung wird auf das rohe oder Imprägnierte Holz aufgetragen.

Grundierung verbessert die Lackhaftung auf dem Holz.

Spachtel

Mit Spachtel werden Löcher im Holz ausgeblichen.

Zum Abdecken der natürlichen Holzmaserung sind Spachtel nicht geeignet.

Schlußanstrich

Die Begriffe Schlussanstrich, Zwischenbeschichtung oder Zwischenanstrich sind in der DIN 971-1 geregelt.

Diese Beschichtungen dienen zum Abdecken der Holzer gegen Witterungseinflüsse wie Schlagregen, Sonne (UV-Schutz) usw.,

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